Tags
Konzertformat
Performance
Improvisation

Länge
90 Minuten

Datum
03.07.2025

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Fotos
Carla Böhringer
Swanhild Kruckelmann

Funky Brain ist ein abwechslungsreicher, spannender, lustiger, ernster, hin und wieder tragischer aber grundlegend optimistischer Konzertabend über das Leben mit ADHS.

Mittels Soundscapes, Interviews, Schauspiel, vielen Post-its und vor allem Musik wird aus der Lebensrealität eines Menschen mit ADHS erzählt. Die Szenen sind von persönlichen Erfahrungen der Musiker*innen und von Gesprächen mit anderen Menschen mit ADHS inspiriert. Das Konzept wurde von den Musiker*innen in Kooperation mit einer Psychiaterin und einem Opernregisseur entwickelt.

Dem Publikum kommt dabei eine essenzielle Bedeutung zu: Es ist aktiv an der Gestaltung des Konzerts beteiligt mit verschiedenen Publikumsaktionen (wie in der Pause Masken zu verzieren). Außerdem gibt es Gymnastikbälle als Sitzoption und Fidgetspielzeuge für alle.

Das Konzert geht 90 Minuten, inklusive einer Pause.

Die Geschichte

Wir folgen der Protagonistin Luna (eine ADHSlerin - Gesang), die mit Dopamina (Lunas ADHS - Bratsche) und Chronos (Die Zeit - Klavier) klarkommen muss. Immer wieder im Laufe des Konzerts scheitert unsere Protagonistin Luna (Clara Schneider) durch die Einmischungen der Dopamina (Lilia Rubin – Lunas ADHS) und des Chronos (Ian Bothma – Die Zeit) an ihren eigenen Anforderungen.

Das ständige Scheitern führt zu einem selbstkritischen inneren Dialog, in dem Luna erst ihren eigenen Wert über ihre Produktivität und Disziplin definiert. Im Verlauf des Konzerts lernt sie sich und ihr ADHS schließlich besser kennen und akzeptieren.

Durch das Konzert beabsichtigen wir sowohl das Bewusstsein über ADHS zu fördern als auch offeneren Austausch über dieses Thema anzuregen.
Für die Zuschauer*nnen, die ADHS in ihrem nahen Umfeld oder selbst haben, soll es eine Möglichkeit sein, eigene Erfahrungen zu reflektieren und durch den offenen Austausch über dieses Thema Gemeinschaft zu erleben.

»Im Verlauf des Konzerts lernt sie sich und ihr ADHS schließlich besser kennen und akzeptieren.«

Lilia Rubin, Bratschistin
Umsetzung & Technik

funky brain lässt sich überall aufführen, wo es einen Flügel und die Möglichkeit gibt, verschiedene Lichtstimmungen zu machen.
Besonders gut geeignet ist es für ebenerdige Säle, wo wir die Gymnastikbälle als Sitzmöglichkeit anbieten können und ein direkter Kontakt zum Publikum möglich ist.
Das Konzert kann recht flexibel an unterschiedliche Orte und Situationen angepasst werden.

Tech Rider
Pitch-Präsentation

Beteiligte

Clara Schneider (Sopran)
Lila Rubin (Bratsche)
Ian Bothma (Klavier)

Iván Ruge (Beratender Regisseur & Dramaturg Opernregisseur)
Jutta Timphus (Beratende Expertin, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie)
Federico Gambarana (Brand Identity Grafikdesigner)
Amelia Rubin (Programmdesign Konzeptkünstlerin; game artist)
Carla Böhringer (Fotografie)
Javier Agudo (Fotografie)
Patrick Sobottka (Fotografie Konzert TONALi Festival)
Swanhild Kruckelmann (Fotografie Konzert TONALi Festival)

Repertoire

Szenisches Konzert mit Werken von...


Florence Price
Rebecca Clarke
Leonard Bernstein
Claude Debussy
Frank Bridge
Gerónimo Giménez
Philip Glass
Leonard Bernstein
Francis Poulenc
Astor Piazolla
Paul Hindemith
Pjotr Iljitsch Tschaikowski
György Ligeti
Richard Strauss

Zukunftsperspektiven

funky brain zeichnet sich aus und bleibt lebendig durch konstante Weiterentwicklung von Konzept und Performance.

In einer Recherchephase, die auf menschliche Begegnungen ausgelegt ist, möchten wir noch mehr Erfahrungen, Geschichten und Stimmen von Betroffenen sammeln, um diese dann in unser Konzept einzuarbeiten.
Davon erhoffen wir uns, das Konzept fester in gelebter Erfahrung verankern und vielfältige Perspektiven erzählen zu können.

Da wir mit unserer ADHS vergleichsweise gut zurechtkommen, ist es uns wichtig, im Konzept auch jene zu berücksichtigen, die durch ihre ADHS mit weitaus größeren Schwierigkeiten und Belastungen unterschiedlichster Art konfrontiert sind. Gleichzeitig hat ADHS auch positive Seiten, die wir noch besser beleuchten wollen.

Per Mail können Erfahrungen geteilt und an diesem Konzept mitgearbeitet werden.

»funky brain zeichnet sich aus und bleibt lebendig durch konstante Weiterentwicklung (...) wir möchten noch mehr Erfahrungen, Geschichten und Stimmen von Betroffenen sammeln.«

Lilia Rubin, Bratschistin